Bienen
Bedrohte Wunderwelt
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Abb. 1: Die Honigbiene ist die bekannteste, aber nur eine von rund 600 Bienenarten in der Schweiz. Weltweit gibt es rund 20‘000 – 30‘000 Bienenarten. ©Helga R. Heilmann

Abb. 2: Knautien-Sandbiene (Andrena hattorfiana) Im Gegensatz zur Honigbiene sind viele Wildbienen Blütenspezialisten. Die Knautien-Sandbiene sammelt Pollen und Nektar nur auf Kardengewächsen insbesondere der Acker-Witwenblume. © Urs Weibel

Abb. 3 Honigbienen gehören zu den hochsozialen Insekten. Jede einzelne Biene ist ein kleines Rädchen im grossen Getriebe der komplizieren Maschinerie „Bienenvolk“. Ein Bienenvolk zählt im Sommer zwischen 40‘000 und 70‘000 Individuen. ©Helga R. Heilmann

Abb 4. Furchenbiene (Halictus simplex) Wildbienen leben überwiegend einsiedlerisch. Doch findet man unterschiedlichste Sozialformen bis hin zu kleinen Völkern mit einer mehrjährigen Königin oder Jahresvölker wie bei den Hummeln. Die Hälfte der einheimischen Wildbienenarten nistet in selber gegrabenen Erdhöhlen. Neben einem fehlenden Blütenangebot bedroht der Mangel an geeigneten Neststandorten zunehmend unsere Wildbienen. ©Albert Krebs

Abb 5. Platterbsen-Mörtelbiene (Megachile ericetorum) Honig- und Wildbienen sind für Nutz- und Wildpflanzen die wichtigsten Bestäuber und erbringen dadurch eine enorme ökologische und ökonomische Leistung für Natur und Mensch. Fast 80 % aller Blütenpflanzenarten in unseren Breitengraden sind für ihre Bestäubung auf Insekten angewiesen. Der wirtschaftliche Wert ihrer Bestäuberleistung in der Nahrungsmittelproduktion wird weltweit pro Jahr auf 153 Milliarden Euro geschätzt. © Urs Weibel

Abb. 6 Im Tunnelexperiment wird erforscht, wie Honigbienen Entfernungen messen. Der wahrgenommene optische Fluss wird als Distanzangaben beim Bienentanz kommuniziert. Honigbienen, die von einem Flug zum Stock zurückkehren, berichten ihren Artgenossen mit dem so genannten Schwänzeltanz über entdeckte Futterquellen. ©Marco Kleinhenz, BEEgroup

Abb. 7 Mit modernster Technik wird der Bienenkosmos weiter entschlüsselt. Wärmebilder beispielsweise offenbarten den Beruf der sogenannten Heizerbienen. Sie erzeugen durch die Vibration ihrer Flugmuskeln Wärme und halten damit in der Brutregion des Bienenstocks eine Temperatur von 33 bis 36 Grad aufrecht. Nach 30 Minuten Heizleistung sind die Heizerbienen durch Unterzuckerung so erschöpft, dass sie den Weg zum Honiglager nicht mehr selber schaffen. Für ihre Versorgung vor Ort sind dann die Tankstellenbienen zuständig. Sie verabreichen den Heizern den energiereichen Honig von Mund zu Mund. ©Barret Klein

Abb. 8 Die Biene ist eng mit der Geschichte der Menschheit verbunden. Seit Jahrtausenden werden Bienen wegen ihrer Produkte wie Wachs und Honig vom Menschen genutzt und gehalten. Museum zu Allerheiligen

Abb. 9 Bienenwirtschaft im 16. Jahrhundert Illustration aus Sebizius’ landwirtschaftlichem Ratgeber, 1588 Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen Die Illustration aus dem landwirtschaftlichen Ratgeber von Melchior Sebizius, zeigt verschiedene Szenen frühneuzeitlicher Imkerei. Im Vordergrund fängt ein vermummter Bauer mit umgekehrtem Bienenkorb ein schwärmendes Volk ein. Ein am Baum angebrachtes Tuch, der Rauch einer Fackel und der Klang eines kupfernen Gefässes, das seine Frau mit einem Stab anschlägt, sollen ihn in seinem Vorhaben unterstützen. Auf der rechten Seite werden die Bienen zur Vorbereitung der Honigernte mit Rauch aus dem Korb vertrieben, während sich die Frauen im Haus der Wachsgewinnung widmen. Museum zu Allerheiligen

Abb 10. Wachsbossierarbeit aus dem Kloster St. Katharinental, um 1800 Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen Bienenwachs spielt seit der Antike im menschlichen Alltag, in der Kunst, Medizin, Technik und Religion eine wichtige Rolle. Mit Bändern umwickelte Wachspüppchen, sogenannte Fatschenkinder, wurden Novizinnen als „Seelentrösterlein“ mit ins Kloster gegeben. Museum zu Allerheiligen

René-Antoine Ferchault de Réaumur, Mémoires pour servir à l’histoire des insectes, 1750 Einer der ersten methodischen Bienenforscher zeigt in diesem Stich Details verschiedener Formen der im 18. Jh. üblichen Bienenbehausungen und ein Element der imkerlichen Schutzbekleidung. Stadtbibliothek Schaffhausen