Die Naturausstellung, wie sie bisher zu sehen war, entstand in den 1980er-Jahren. Die Sammlungsausstellung ersetzte nach vielen Jahren das am 1. April 1944 zerstörte Naturhistorische Museum am Herrenacker. Für ihre Zeit galt sie als «ästhetisch und didaktisch geschickt gestaltete moderne Ausstellung» und wurde 1991 mit dem «European Museum of the Year Award» ausgezeichnet.

Mit der Schliessung beginnen die Vorbereitungen für die neue Ausstellung: Tausende von Objekten werden sorgfältig aus den Vitrinen genommen, gereinigt, verpackt und in den Depots gesichert. Schritt für Schritt wird die vertraute Ausstellung zurückgebaut. Doch der Raum bleibt nicht leer: Der historische gotische Dachstock, dessen Holzbalken bis ins Jahr 1496 zurückreichen, wird noch in diesem Jahr Teil der Wanderausstellung «Versorgt. Verdingt. Vergessen?». Diese widmet sich der Schweizer Geschichte der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen, den Fremdplatzierungen sowie deren gesellschaftlicher Aufarbeitung.

Gleichzeitig richtet sich der Blick in die Zukunft. Bereits heute wird an der umfassenden Sanierung des Dachstocks gearbeitet – mit dem Ziel, einen zeitgemässen Ausstellungsraum zu schaffen, der sowohl konservatorischen Anforderungen als auch den Bedürfnissen des Publikums gerecht wird. Nach Abschluss der Umbauarbeiten, die nach aktuellem Stand im Jahr 2028 stattfinden werden, wird eine vollständig neu konzipierte Naturausstellung eingerichtet. Deren Eröffnung ist für Mitte 2029 vorgesehen.