Die Textilgeschichte Schaffhausens ist eng mit natürlichen Fasern verbunden. In der vorindustriellen Zeit wurden vor allem Flachs, Hanf und Schafwolle in Heimarbeit verarbeitet. In der ersten Kammgarnspinnerei in der Schweiz wurde Schafwolle zu hochwertigen Garnen versponnen – das Unternehmen Schoeller spezialisierte sich dann zunehmend auf funktionale und technische Gewebe. In welcher Beziehung stehen heute natürliche und künstliche Materialien in den Bereichen Kunst, Design und Architektur – und Umwelt?

Mit:
Alix Arto, multidisziplinär arbeitende Designerin, Schweiz, TaDA Residen
Ľudmila Bubánová, Textilkünstlerin und Szenografin, Slowakei, TaDA Resident
Rita Hasani, Modedesignerin, Kosovo, TaDA Resident
Sarah Merten, Kuratorin Gegenwartskunst, Museum Allerheiligen, Schaffhausen

Im Rahmen der «TaDA Talks» diskutieren die jeweiligen Residents mit Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen aktuelle Fragen zu Nachhaltigkeit und textiler Gestaltung.

TaDA – Textile and Design Alliance ist ein 2020 von den Kantonen Appenzell Ausserrhoden, Thurgau und St.Gallen lanciertes Kulturförderprogramm. TaDA ermöglicht die experimentelle Auseinandersetzung mit der Ostschweizer Textilkultur und der aktuellen textilen Produktion. Jährlich erhalten aufgrund einer Ausschreibung sechs nationale und internationale Residents einen Arbeitsaufenthalt, um Projekte in Kunst, Design und weiteren Disziplinen zu entwickeln. Regionale Textil- und Designunternehmen stellen ihnen Know-how und Technologien zur Verfügung und profitieren ihrerseits vom kreativen Austausch. Die Ergebnisse werden in Veranstaltungen auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Seit 2026 wird TaDA von der KBK Ost (Konferenz der Kantonalen Kulturbeauftragen der Ostschweiz und des Fürstentums Liechtenstein) gefördert. TaDA führt seine Veranstaltungen nomadisierend in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen kulturellen Organisationen durch.